Gartenpflege Kalender

 

Januar

Der Januar ist für ambitionierte Gärtner eher ein ruhiger Monat. Aufgrund von Kälte und Schnee gibt es im Garten wenig zu tun. Einiges kann man aber schon machen. Da zu entfernende Laubbäume keine Blätter mehr besitzen, ist es einfacher sie zu roden. Man sieht besser, wo man schneidet, die Äste sind leichter und verhaken nicht so sehr. Ebenfalls fällt weniger Grünabfall an. Auch fallende Äste oder Stämme von Nadelbäumen können im winterlichen Garten weniger Schaden anrichten. An frostfreien Tagen oder bis wenige Grade unter Null, kann man den Schnitt an Obst- oder Zierbäumen durchführen. Ist es kälter, können die offen liegenden Zellen der Schnittflächen durch Eisbildung platzen. Die ergibt Krankheitsanfällige Wunden. Dieser Schnitt ist den ganzen Winter möglich, sollte aber bis zum ersten Austrieb erledigt sein.

Schnee ist ein erhebliches Gewicht, damit Pflanzen und Hecken nicht zerdrückt werden oder Äste abbrechen, sollte man den Schnee rechtzeitig herunterschütteln. Bruchgefährdete Pflanzen können vorsorglich zusammengebunden werden.

Nicht vergessen, immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter etwas Wasser! Sollte der Boden schnee- und frostfrei, aber knochentrocken sein, muss man gelegentlich auch gießen. Das gleiche gilt für die Kübelpflanzen im Keller.

Weil im Winter nicht viel zu tun ist, ist es die richtige Gelegenheit, um seine Gelegenheit, um seine Werkzeuge in Schuss zu bringen. Ebenfalls für vorbereitende Bau- und Bastelaktionen, für die kommende Saison. Ein neues Gartenhaus, ein Carport oder neue Gartenmöbel?

 

Februar

Im Februar fallen langsam aber sicher, die ersten Gartenarbeiten an. Damit die neue Gartensaison ein voller Erfolg wird, sollte man jetzt schon anfangen, den Grundstein dafür zu legen.

Nutzen Sie, die jetzt noch ruhige Zeit, um Saatgut für die neue Saison zu kaufen. Wer frühzeitig handelt, kann rechtzeitig mit der Aussaat starten. Die ersten Pflanzen werden schon Ende diesen Monats vorkultiviert und spätestens im März geht es dann richtig los.

Überwinternde Geranien sollten im Februar zurückgeschnitten und umgetopft werden, damit sie im Frühjahr in voller Pracht erblühen. Dazu einfach die Ranken bis auf vier Knospen, mit einer Gartenschere, kürzen und in einen Blumentopf oder Blumenkasten mit neuer Erde setzen.

An frostfreien sonnigen Tagen empfiehlt sich ein Rückschnitt der Rosen. Entgegen weitläufiger Meinung, sollte dieser nämlich im Frühjahr erfolgen.

Verblühte Blüten bei Winterblühern können entfernt werden. Entfernen Sie alte eingetrocknete Früchte in den Obstbäumen, die können sonst Krankheitserreger als Unterschlupf dienen.

Kübelpflanzen im Winterquartier benötigen im Februar immer noch ausreichend Wasser und sonstige Pflege.

Zusätzlich kann man etwa am Ende des Monats beginnen, Zierpflanzen und Gemüse aus Sämereien zu ziehen. Wichtig hierbei ist, dass man nährstoffarme Erde dazu verwendet (z.B. spezielle Aufzuchterde). Denn wenn Keimlinge zu schnell in die Höhe wachsen, bilden sie zu wenig Wurzeln und verkümmern!

 

März

Die meisten Gartenpflanzen erwachen aus ihrem Winterschlaf. Frühlingsblumen, wie bspw. Krokusse und später auch Narzissen fangen an zu blühen, die ersten Aussaaten in den Frühbeeten erfolgt und die Tage werden wieder länger und spürbar wärmer. Kurzum die Gartensaison beginnt und es gibt wieder viel zu tun. Also packen Sie es an!

Damit die Pflanzen nach dem langen Winterschlaf wieder richtig loslegen und wachsen können, benötigen Sie einiges an Nährstoffen. Der Frühling bietet sich daher an, den Nährstoffgehalt des Bodens wieder aufzubauen. Richtig düngen im Frühling.

Falls nicht schon im Februar getan, sollten Sie die Rosen zurückschneiden. Dazu wählen Sie am besten einen sonnigen, frostfreien Tag.

Auch die Erdbeeren benötigen besondere Beachtung und Pflege im März. Die kalten Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Entfernen Sie alten Blüten- und Fruchtreste und vertrocknete Blätter, damit die Pflanzen gestärkt in die neue Gartensaison starten können.

Ende März kann der Rhododendron zum ersten Mal in diesem Gartenjahr gedüngt werden.

Sobald das Wetter es zulässt und nicht mehr mit Frost gerechnet werden muss, kann neu gepflanzt werden. Das geht das ganze Frühjahr über. Es ist aber nur die zweitbeste Zeit dafür, da die Pflanzen vor der Blüte nur wenig Zeit haben, sich an den neuen Boden zu gewöhnen. Möglicherweise blühen deshalb einige von ihnen in diesem Jahr nicht mehr. Deshalb ist eigentlich der Herbst die perfekte Pflanzzeit!

Umpflanzarbeiten können noch vor dem ersten Austrieb durchgeführt werden. Doch auch hierfür ist der Herbst der bessere Zeitpunkt.

Üppige Stauden kann man vermehren, indem man sie einfach mit einem Spaten teilt. Oftmals wachsen die einzelnen Teile dann sogar besser.

Man kann auch schon mit den düngen beginnen. Wer keinen Kompost zur Verfügung hat, kann auf gekaufte Produkte zurückgreifen. Es gibt vielerlei Spezialdünger für bestimmt Pflanzen.

 

April

April, April der macht was er will. Dieser Spruch beschreibt recht gut, das Dilemma in dem sich Hobbygärtner im April befinden. Zum einen gibt es schon viele sehr schöne sonnige Tage, an denen sich zahlreiche Gartenarbeiten erledigen lassen, zum anderen kann es recht schnell nochmal sehr kühl und frostig werden. Auch das wechselhafte Wetter im April mit Regen, Wind, Sonne und teilweise Schnee, kann den ambitionierten Gärtner einen Strich durch die Rechnung machen. Dabei gibt es einiges zu tun im Garten, denn bis zur Hauptsaison sind es nur noch ein paar Wochen.

Der Rasen beginnt nun ganz langsam zu wachsen und sollte vor dem ersten richtigen Wachstumsschub, vertikutiert werden. Moos und Unkraut werden dadurch erheblich reduziert und der Boden belüftet. Nachsäen und düngen und ggf. sanden ist danach angebracht, bei Bedarf kann die Fläche auch ganz neu angelegt werden. Das wenige Unkraut, das nun beginnt zu wachsen, kann man am besten im Zaum halten, wenn man es so früh wie möglich entfernt. Eine dauerhafte Maßnahme dagegen ist das Mulchen. Eine gute Zeit, um den offenen Boden zwischen den Pflanzen mit Rindenmulch zu bedecken. Denn noch ist kaum Unkraut in den Beeten und ein weiteres Aufkeimen wird dadurch vermindert oder sogar verhindert. Mulch ist auch deshalb empfehlenswert, weil Ziergräser werden erst im Frühjahr geschnitten, weil ihr polsterartiges Laub, eine natürlichen Frostschutz bildet, welches nun überflüssig wird und abgeschnitten werden kann.

Bevor die ersten Pflanzen in den Garten gesetzt oder gesät werden, müssen die Beete entsprechend vorbereitet werden. Zuerst sollte alle Un- und Wildkräuter vollständig entfernt werden. Danach folgt eine Bodenauflockerung mit der Hacke. Dünger sollte nur eingesetzt werden, wenn dies von den zu pflanzenden Pflanzen gefordert wird. Zuviel Dünger in der Anpflanzphase kann kontraproduktiv wirken.

April ist die ideale Pflanzzeit für Stauden, wie z.B. den Rhododendron oder Hyazinthen.

Um die Verzweigung und das Wachstum vom jungen Buchsbaum zu fördern und anzuregen, sollte im März oder April ein kräftiger Rückschnitt erfolgen.

 

Mai

Alles neu macht der Mai. Das ist das richtige Motto für den Monat Mai. Die Gartenarbeiten im Mai werden dominiert von der Aussaat oder Pflanzungen neuer Pflanzen. Als Startschuss in die neue Gartensaison werden oft die Eisheiligen gesehen.

Wenn nicht schon längst erledigt, können spätestens jetzt die Wasseranschlüsse wieder reaktiviert werden. Falls ein Teich vorhanden, kann man nun wieder die Teichpumpe einbauen. Wenn nötig, den restlichen Faulschlamm im Teich entfernen.

Ab jetzt werden kontinuierlich verblühte Rosen abgeschnitten. Dadurch werden sie gezwungen, neue Knospen zu bilden und blühen das ganze Jahr.

Die ersten Pflanzen sind im Garten und die Aussaaten sollten bald keimen. Damit die Schützlinge auch eine längere Trockenheit überstehen, muss man gegebenenfalls mit dem Gießen beginnen.

Die Eisheiligen sind mit dem 15.Mai vorbei. Auch empfindliche Topfpflanzen können nun wieder ins Freie gestellt werden.

Ein schöner Rasen verlangt einiges an Arbeit. Wer einen Englischen Rasen sein eigen nennen will, sollte diesen wöchentlich um etwa ein Drittel kürzen. Allerdings nicht kürzer als 4 cm schneiden. Regelmäßiges Mähen verhindert nebenbei Moos und Unkraut. Häufiges Hacken lockert den Boden auf und verlangsamt das Wachstum von unerwünschten Unkräutern. Der Mai eignet sich ideal um Rasen zu säen. Frisch gesäter Rasen sollte in Zeiten ohne Regen, mindestens 3 Mal die Woche gewässert werden. Ein Austrocknen würde das Wachstum verlangsamen oder den frischen Rasen ganz zerstören.

In Zierbeeten zwischen Blumen und Stauden, aber auch in Nutzbeeten empfiehlt sich das regelmäßige Mulchen des Gartenbodens. Damit wird Unkrautwachstum reduziert, ‚Feuchtigkeit im Boden gehalten und über längeren Zeitraum dem Boden Humus zugeführt.

Auch Tomaten, Paprika und Buschbohnen können nun ins Freiland umgesetzt werden.

 

Juni

Je nachdem, wann die Tomaten gepflanzt wurden, sollten diese in der zweiten Hälfte des Monats gedüngt werden. Wie bereits für den Monat Mai erklärt, bis zum Spätherbst kontinuierlich verblühte Rosen abschneiden.

Abgeblühte Frühblüher sollten jetzt geschnitten werden. Pflanzen, die ihre Blüten schon im Vorjahr treiben, wie die Forsythie, Weigelie oder Deutzie, haben dann den Rest des Jahres genügend Zeit, um neue Blütenansätze für den nächsten Frühling zu bilden. Auch nach einem radikalen Schnitt werden sie wieder blühen. Blütenreste von Rhodondendron entfernen, um eine Samenbildung zu vermeiden, die dem Rhododendron unnötig Kraft rauben würde. Ende Juni wird der Rhododendron, zum besseren Wachstum, nachgedüngt.

Nun ist der erste Austrieb der Pflanzen so gut wie beendet. Ein zweiter folgt nach der Sommerhitze. Die Hecken werden inzwischen enorm zugelegt haben, so dass sie geschnitten werden sollten. Da sie nun nur noch langsam wachsen, bleiben die Hecken über den Sommer in Form. Durch die Wahl dieses Zeitpunktes, entfällt ein zweiter späterer Schnitt der Hecken.

Unter die Erdbeerpflanzen sollte eine Schicht Stroh ausgelegt werden, damit die Erdbeeren nicht auf der Erde liegen. Das Mulchen der Erdbeeren mit Stroh, schützt die Früchte vor Krankheiten und Fäulnis. Die beste Zeit für Pflanzen ist auch die beste Zeit für Schädlinge. Untersuchen Sie Ihren Garten auf Bissspuren, Blattläuse oder Pilzerkrankungen.

Diejenigen, die einen gepflegten Englischen Rasen Ihr Eigen nennen wollen, sollten diesen etwa alle 5 Tage mähen. Neben dem Mähen, muss der Rasen auch gewässert werden. Das tut man am besten früh Morgens, weil die Verdunstungsrate am geringsten ist. In extremen Trockenperioden können Sie jedoch kleinere Rasenflächen tagsüber mit hellen Tüchern abdecken. Das spart Unmengen an Wasser und schützt das Gras vor Verbrennung. Den Rasen auf etwa 4-5 cm halten!

Nach starken Regenfällen helfen Sie Ihren Pflanzen, wenn Sie die Erde mit einer Hacke wieder auflockern. Die Gartenpflanzen werden Ihnen die bessere Durchlüftung danken und so wird das Wachstum von Unkraut gehindert.

 

Juli

Der Hochsommer beginnt und die Gartensaison ist im vollen Gange. Überall blüht und gedeiht es. Ein wichtiges Thema diesen Monat ist sicherlich die Versorgung der Garten- und Balkonpflanzen mit ausreichend Wasser. Vor allem längere Trockenperioden zehren an den Kräften der Pflanzen. Daher ist regelmäßiges Gießen Pflicht. Die ideale Gießzeit ist am Morgen, wenn die Pflanzen noch an die kühlere Nachttemperatur gewöhnt sind und das kalte Gießwasser keinen Schock verursacht. Gießen Sie Ihren Garten reichhaltig. Einige Pflanzenliebhaber machen oft den Fehler, zu wenig zu gießen. Dies hat zur Folge, dass nicht genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt und die vertrocknen und absterben. Mit weniger Wurzelwerk, fällt es der Pflanze schwerer, den notwendigen Wasserbedarf selbst zu decken. Vertrocknete und schwache Pflanzen sind die Folge. Daher immer reichlich Gießen, dass auch genügend Wasser an die unteren Wurzeln gelangt.

Sofern Sie nicht gemulcht haben (was ebenfalls viel Wasser spart), sollten Sie Ihre Beete fein aufhäckeln. Der Sinn der Sache ist nämlich nicht nur den Boden zu belüften, sondern damit auch Kapillarkanäle zu zerstören. Denn bei festen Boden, wird durch die Kapillarkräfte, die Feuchtigkeit nach oben geleitet und dort verdunstet. Dreimal häckeln, ersetzt einmal gießen!

Lassen Sie Ihren Rasen im Hochsommer etwas länger als 5 cm wachsen. Er beschattet sich dadurch selber und braucht deutlich weniger zusätzliches Wasser. Ausgesät werden kann der Rasen noch bis September.

Sofern nicht schon im Juni erledigt, sollten Sie spätestens jetzt die verblühten Reste an den Rhododendren entfernen und mit speziellem Rhododendrondünger düngen.

Wie bereits jeden Monat erklärt, bis zum Spätherbst kontinuierlich verblühte Rosen abschneiden.

Ab Juli Erdbeeren pflanzen, damit sie nächstes Jahr schmackhafte Früchte tragen. Gerade im Sommer hat man den Eindruck, dass das Unkraut schneller wächst als die eigentliche gewünschten Gartenpflanzen. Regelmäßiges Unkraut jäten gehört daher zur Gartenarbeit dazu. Gerade zwischen den Gartenkräutern schleicht sich gerne das ein oder andere Wildkraut ein.

 

August

Im August strahlt die Sonne besonders kräftig und lange. Das merkt man als Gärtner vor allem am vermehrten Wasserbedarf der Gartenpflanzen. Daher sollte man regelmäßig gießen und darauf achten, dass die Pflanzen im Garten nicht vertrocknen. Die anfallenden Gartenarbeiten im August beschränken sich meist auf Ernten, Gießen, Düngen und sonstige Bodenpflege. Regelmäßiges aufhacken des Bodens zum Beispiel, lockert diesen und vermindert das Wachstum von Unkräutern.

Der Rasen kann nochmal ausgesät werden. Lassen Sie den Rasen im Hochsommer als 5 cm wachsen. Er beschattet sich dadurch selber und braucht deutlich weniger zusätzliches Wasser.

Die Strauch- und Heckenpflanze Buchsbaum sollte noch einmal mäßig in die gewünschte Form geschnitten werden.

Wie bereits im letzten Monat erklärt, bis zum Spätherbst kontinuierlich verblüht Rosen abschneiden. Jetzt können auch Samen gesammelt werden. Falls Sie die Blüten nicht abgeschnitten haben, um die Blühkraft zu erhalten, können Sie nun erste Samen für das nächste Jahr sammeln.

Ende August nähert sich die Gartensaison langsam dem Ende zu. Daher sollten Sie jetzt die Tomatenblüten entfernen, die sich noch an den Tomatenpflanzen befinden. Die Früchte, dieser Blüten, würden nicht mehr rechtzeitig fertig werden und der Pflanze unnötig Kraft rauben. Kraft, die die Tomatenpflanze besser in die Ausbildung der bereits vorhandenen Tomaten investieren sollte. Wenn nicht schon im Juli geschehen, sollten Sie jetzt Erdbeeren neu pflanzen oder bestehende Erdbeerpflanzen vermehren.

Je nach dem, ob man einen Langzeitdünger verwendet, ist nun daran zu denken, dass Düngen einzustellen. Denn die Lichtarme Vegetationsruhe steht schon in wenigen Wochen bevor.

 

September

Sollte der September kälter werden, empfiehlt es sich, Wärme liebende Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Gurken oder Auberginen, vor kälte zu schützen. Dazu eine Kontruktion, aus Holzlatten und Folie, um die Pflanzen bauen.

Einige sehr empfindliche Pflanzen jetzt schon ins Winterquartier umsiedeln.

Nach der Ernte der Erdbeeren, sollten Sie die Erdbeerpflanzen auf den Winter vorbereiten. Das bedeutet Austriebe entfernen, düngen und alte Blätter entfernen.

Der Herbst ist der ideale Pflanzzeitpunkt für Himbeeren.

Nun beginnt die Erntezeit. Sofern Sie nicht alles verwenden können, sind Fallobst und andere reife Früchte zu entsorgen. Auf den Boden liegend, können Sie nur verfaulen und ziehen dadurch auch Insekten und Pflanzenkrankheiten an. Liegen z.B. faule Äpfel auf dem Rasen, vergammelt auch das Gras darunter.

Wenn nicht schon bereits im August erledigt, können Sie jetzt noch neuen Rasen aussäen. September ist der letzte Monat im Jahr, in dem dies noch problemlos möglich ist. In den folgenden Wochen  würde der Boden auskühlen und der Rasen nicht mehr keimen. Gleiches gilt auch für das verlegen von Rollrasen. Nun wo es kühler wird, kann auch der Rasen wieder auf die optimale Höhe von 4-5 cm gemäht werden. Je nach Zustand des Rasens, kann man nochmals vertikutieren und nachsäen. Es kann auch wieder nachgemulcht werden, denn Rindenmulch ist ein organisches Material, das langsam verrottet und dabei Nährstoffe abgibt. Ist dieser Prozess schon weit fortgeschritten, ist das nachmulchen ratsam. Geschieht das nicht, ist er irgendwann wieder vollständig zu fruchtbarer Erde zerfallen und bester Nährboden für Unkraut.

Mit dem nahenden Herbst beginnt die perfekte Zeit zum umpflanzen, denn nun haben die Pflanzen bis zum nächsten Frühjahr Zeit, sich an ihrem neuen Standort zu klimatisieren. Sie werden mit Sicherheit im nächsten Frühling üppig austreiben. Mit dem Umpflanzen sollte man am besten warten, bis die Pflanze alles Laub verloren hat. Denn ganzen Herbst können auch schon Blumenzwiebeln für das nächste Frühjahr gesteckt werden.

 

Oktober

Langsam wird es kalt und der Garten muss auf den Winter vorbereitet werden. Dazu gehört Mehrjährige zum überwintern vorzubereiten. Das bedeutet, diese eventuell zurück zu schneiden, bedecken und/oder an einem warmen Ort zu versetzen. Geranien überwintern bspw. im Keller oder auf dem Dachboden. Es ist immer noch die perfekte Zeit, um Zwiebeln zu setzen. Die Tulpen und Osterglocken werden dann im Frühling des nächsten Jahres blühen.

Im Herbst fällt viel Laub an und muss zumindest vom Rasen verschwinden. Bleibt es nämlich über den Winter dort liegen, verrottet der Rasen darunter. Ebenfalls sollte man die Oberseite von Hecken vom Laub befreien. Erstens, um Fäulnisherde zu vermeiden und zweitens, damit die Hecke gleichmäßig Licht bekommt und nicht unter den bedeckten Stellen verkümmert.

Rosen können, sofern es keine strengen Fröste gibt, bis weit in den Winter blühen. Der Rosen-Herbstschnitt ist also erst nötig, wenn es richtig kalt wird. Das könnte im Oktober schon so weit sein. Wenn nicht, beschränken Sie sich darauf, wie gewohnt nur die verblühten Rosen abzuschneiden.

Verwelkte Stauden werden zurückgeschnitten, damit sie über den Winter nicht faulen. Wuchernde Sträucher und Gehölze werden (bis auf die Frühblüher) bedeutend gekürzt, damit sie Licht, Luft und Form erhalten.

Im Oktober wird nur sehr wenig in den Garten gesetzt oder gesät. So wird ab Mitte Oktober Knoblauch für die nächste Saison gesetzt. Zum besseren Schutz vor Frost, bedecken Sie den Knoblauch mit einer Mulchschicht.

 

November

Das Gartenjahr geht langsam, aber sicher zu Ende. Dem Gärtner bleibt nicht mehr viel übrig, als die letzten Ernten einzufahren und den Garten winterhart zu machen.

Im November und Dezember wird u.a. noch Rosenkohl und Chinakohl geerntet. Ansonsten gibt es nichts mehr zu ernten.

So werden Dahlien und Gladiolen im Herbst zur Überwinterung vorbereitet. Dazu die Knollen vorsichtig aus dem Boden nehmen und die Erde entfernen. Ideal überwintern Dahlien und Gladiolen in Kisten mit trockenem Sand, an einem trockenen und kühlen, aber nicht frostigen Ort.

Stellen Sie Kübelpflanzen an geschützte Stellen , in den Keller oder in die Garage.

Bevor es unangenehm kalt wird, sollten Sie Ihre Pflanzen etwas Gutes tun und die Beete und Zieranlagen mulchen. Dadurch werden Pflanzen und Boden, vor zu viel Kälte und Erosion geschützt.

Sobald alles Laub von den Bäumen gefallen ist, ist es Zeit, den Rasen letztmalig zu mähen. Dabei geht es hauptsächlich darum, eine saubere Grasfläche zu bekommen. Denn der Mäher saugt auch letzte Blattreste und abgestorbene Pflanzenteile auf. Der Rasen ist nun gleichmäßig lichtdurchflutet, kann gleichmäßig abtrocknen und wird sich dementsprechend auch gleichmäßig weiterentwickeln. Größere Mengen Laub gehören auf den Kompost, in Biotonne oder als Igel-Häufchen in die Ecke des Gartens. Igel freuen sich über ein warmes Plätzchen zum überwintern.

Falls noch nicht geschehen und wetterbedingt angebracht, nun den Auslichtungsschnitt bei Rosen durchführen. Wenn es das Wetter mitmacht, kann man sie aber auch noch blühen lassen. Vor den ersten strengen Frösten, müssen die außen liegenden Wasseranschlüsse am Haupthahn abgestellt werden. Schläuche einrollen und ebenfalls frostgeschützt deponieren, damit sie nicht porös und brüchig werden. Die Teichpumpt ausbauen und sicher lagern.

 

Dezember

Alle Jahre wieder klingt im Dezember die Gartensaison aus. Der Garten ist winterfest und auf die kalten, langen Tage vorbereitet.

Bepflanzte Beete mit Mulch oder Tannenreisig abdecken. Sehr frostempfindliche Pflanzen auch oberirdisch luftig einpacken.

Offenliegende Böden sollten nun grob umgegraben werden. Das spart eine Menge Arbeit, denn der kommende Frost sprengt die Krume auf, so dass man im Frühjahr einen lockeren Boden bekommt.

Immergrüne, winterharte Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser. Die Kübelpflanzen im Keller dürfen auch nicht vergessen werden.

Ansonsten kann man seinen Garten für die kommende Weihnachtszeit dekorieren. Sie können Tannengrün und Kiefernzapfen für Weihnachtsgestecke sammeln. Wenn man Kirsch- oder Forsythienzweige Anfang/Mitte Dezember abschneidet und in eine Vase stellt, blühen sie zu Weihnachten.

Nun bietet sich für den Gärtner die Möglichkeit, sich erstmal zu entspannen.